Berichte und Dokumentationen
Übersicht:
Silvester 2010
Silvester 2009 Teil 3: Die Nacht der Nächte und der Silvestertourist
Silvester 2009 Teil 2: Raritätentour
Silvester 2009 Teil 1: Feuerwerksverkauf
Tag der offenen Tür 2009 bei Weco Feuerwerk
Silvester 2008
Feuerwerk am 02. Oktober 2008
So etwas hat es noch nicht gegeben. Erst im November verfasse ich den Bericht vom vergangenen Jahreswechsel. Das Studium raubt eben doch Zeit. Wenigstens sind seit ein paar Wochen der Trailer und der erste Teil des versprochenen Films online. Nach und nach kommen die Teile des Films online (noch in diesem Jahr!), wobei sie in unserem YouTube-Kanal oder auch hier zu finden sein werden. Allgemein verlief mein Silvester etwas chaotisch. Am 29.12. war ich bei der Feuerwerksvitrine im Hauptladen arbeiten. Es war richtig geil. Fernsehen war auch da.
Jedoch bedeutete dies auch 12 Stunden stehen und kaum was essen....aber der Knaller kommt erst noch. Zusammen mit Tobi bin ich am nächsten morgen um 6 Uhr nach Köln/Bonn geflogen, um dort auf Raritätenjagd zu gehen...man kann sich vorstellen, wieviel Spaß das Aufstehen gemacht hat, nach dem Tag im Ladenverkauf. Und dann die bittere Enttäuschung. Wir haben wirklich NICHTS gefunden. Etwas frustriert sind wir dann am Abend zurück nach Berlin geflogen, um noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Am 31.12. wurden dann noch die letzten Einkäufe erledigt und dann noch zum Obi den Helm kaufen und die Kamera justieren! Ohman...
Die Nacht der Nächte selber verlief "ordnungsgemäß" ab. Es war natürlich eine Besonderheit, dass fast immer die Kamera auf dem Kopf mitgefilmt hat, jedoch habe ich mich daran gewöhnt. Ich werde nun nicht so euphorisch die Worte schwingen, wie ich es die Jahre zuvor tat, da dieses Mal der Film für sich sprechen soll...ich freue mich selbstredend über jede Rückmeldung. :)
Euer Sascha
Es war mal wieder soweit. Silvester! Allein der Gedanke, später Raketen gen Sternenhimmel zu schicken, heizte den Körper auf.
Mehr noch - wir haben für einen Teil des Abends einen Silvestertouristen (so tauften wir ihn) bei uns - ein besonderer Auftrag an uns, der darin bestand, Silvester in den Straßen Berlins miterleben zu lassen und das ganze mit einem Feuerwerk abzurunden.
Und nochmal "mehr noch": zum ersten Mal gesellte Tobi sich zu Alex und mir und zu dritt konnten wir die Nacht richtig rocken. :)
Bevor es aber dunkel wurde, musste ich noch schnell zu Aldi und Lidl für Proviant und noch ein paar Kleinigkeiten an Zündmaterial - dazu war ich die beiden Tage zuvor ja nicht gekommen.
Nunja - wie befürchtet - waren Aldi und Lidl nahezu ausgebombt und ich konnte nur noch ein paar Batterien mitnehmen. Vom Einkauf zurück, erwartete mich auch schon Alex auf unsere Tour durch den weißen Schnee.
Dabei konnte ich auch schon ein paar Schnappschüsse machen. Und dann kam auch schon Tobi und sofort ging es richtig gut los. Raketen am Tage zu schießen ist immer wieder faszinierend!
Um 16 Uhr hieß es dann, nochmal aufwärmen bis um sechs. Ich ließ es mir aber nicht nehmen, mit meiner kleinen Schwester um 17.30 Uhr schonmal zwei alte Famliensortimente zu zünden...da war es noch relativ ruhig und es war schön zu sehen, dass es sie fasziniert hat! =)
Dann trudelten Alex und Tobi ein und so machten wir erstmal richtig dampf! Und da war es wieder, dieses Gefühl: es rumpelt überall, hier und da blinkt es...traumhaft. Unser Tourist kam dann auch zum Zuge. Gemeinsam zogen wir um die Häuse und zündeten die schönsten Effekte - darunter auch die neue Zink Goldkäfer-Blinker Spezialfüllung. Für mich DIE Rakete überhaupt im Kl.II-Bereich. Die Diamond-Raketen brauchten sich aber auch nicht zu verstecken - sehr spezielle Effekte und vor allem seeeeeehr langstehend. Natürlich mussten auch einige Raritäten dran glauben...faszinierend auch die Geschosse der anderen...es wurden 100er-Shells und Zink-Kl-IV-Raketen geschossen. Wir kamen dann letztendlich auch zum berüchtigten Siemensdamm und erlebten dort - naja, eine Schlacht kann man es nicht nennen - aber es wurde massiv Vogelschreck geschossen. Es hat rerumpelt ohne Ende. Nunja - wir haben dann mit Heavy Metal für Blitz und Donner gesorgt, sowie auch für etwas außergewöhnliches: Monster King! Diese Batterie ist immer wieder, und zwar wirklich immer wieder, der Hammer!
Wir lebten die Nacht bis um 23 Uhr genüsslich aus und bereiteten dann das Mitternachsspektakel vor. Inzwischen war auch Tobis Freundin eingetroffen und versorgte uns mit leckeren Pfannkuchen. =) Sobald hievten wir die schweren Kisten in Richtung "Abbrenner" und ließen uns das warten mit schönen Effekten versüßen. Dann...kennt ihr das? Niemand weiß, wieviel Uhr es eigentlich ist! 7 vor 12? 5 vor 12?...es war auf jeden Fall nicht mehr lange hin, denn teilweise wurden schon dicke Kaliber geschossen und es knallt und knaaaallt.
Egal, wir stoßen jetzt einfach an! :) Dann läuteten auch schon die Glocken und es war Gewiss: die Erruption wird gleich erfolgen! Nach und nach zündeten wir die erlesene Ware - besonders faszinierend: Weco Orient Express und Line of Fire!! Es ließ sich aber auch nicht vermeiden, dass etwas umfällt und wir unter Beschuss einer Finalbatterie waren. Zum Glück nichts passiert.
Als sich dann solangsam die Kisten leerten, entdeckte ich noch eine Kiste vergraben unter den leeren anderen...da war ja noch die Premium-Ware!! =) Bombenrohre von Diamond, Weco...Verbunde aus dt. Produktion usw. Heureka! Und Tobi hatte ja auch noch seine Spezial-Kisten. Nachdem alle Kisten leer geschossen waren, ging es zurück....um Nachschub zu holen! :) Es sollte noch bis um 5 Uhr gehen.
Nach einem Aufwärmpunsch machte der Körper dann doch noch schlaff und wir genossen die letzten Minuten zusammen...
Schön, dass ihr (Alex, Tobi + Freundin, unser Tourist Matthias) dabei wart: es war das bisher geilste Silvester überhaupt! =)
Dieses Jahr setzen wir einen drauf, oder? Dann wird die Kamera auch wieder öfters zum Einsatz kommen - das Silvester wollte ich nicht nur durch die Linse sehen. ;)
Euer Sascha
Nach dem anstrengenden Vortag traf Tobi aufgrund der Wetterumstände mit einiger Verspätung bei mir ein und wir steuerten sofort gezielt unser erstes Ziel an. Der Tipp vom Vortag sollte sich auszahlen. Von außen sah der Laden schon so alt aus und wir sahen uralte Feuerwerkswerbung an den Glasscheiben hängen - hier sind wir goldrichtig!
In der Tür kam uns die Ladenbesitzerin entgegen - sie wollte gerade noch Werbung draußen aufhängen. Aber da waren wir schon halb drin - sie hinterher - und ein Blick hat gereicht - El Dorado!
Gleich rechts eine Auslage mit teilweise 25 Jahre altem Jugendfeuerwerk - da machte mein Herz Saldi! Noch besser der Blick gerade aus, direkt auf der Kasse standen demonstrativ zwei Leitwerkraketen aus den 80ern! Sofort griff ich mir sie und fragte sie noch scheinheilig ob sie denn gut sind - was sie bejahte und sofort anfing davon zu erzählen, wie toll da doch eigentlich sei und man so etwas nicht mehr bekommen würde. Wie recht sie doch hat! Nur - da war mir zum ersten Mal mulmig - will sie die doch nicht verkaufen? Es stellte sich heraus, dass sie sehr viel Ahnung hatte und vieeeeeeeeeeeel Redebedarf obendrein. Offenbar war das auch eine Dienstleistung von ihr, die man entgelten musste. Anders kann ich mir die horrende Preise fast nicht erklären. Eine Leitwerkrakete für 12 - ja es sind Euros! Sicherlich...als Sammlerstück ist das immer noch ein Wahnsinnsschnäppchen und dennoch war die Freude etwas gedämpft. Denn hinter den Vitrinen lagen Stücke, die traumhaft waren - aber eben auch derbe teuer.
Und als wir so richtig dabei waren alles zusammen zu tragen und - mittlerweile 45 Minuten - mit ihr über die gute alte Zeit zu quatschen, traf das Ordnungsamt ein. Nicht nur, dass ich eine Kontrolle noch nie mit erlebt habe, nein, es musste gerade jetzt passieren! Es lagen zuviel Stücke offen herum (was ja nicht erlaubt ist) - aber gut, wir waren ja gerade dabei, es zu kaufen und das ist ok. Im Vorderraum ist soweit auch alles klar...dann die Frage, ob denn noch was im Hinterraum gelagert wird. "Nein...ähm" "Nein? Können wir mal sehen?" FU*K! Hoffentlich hat sie die Lagergrenzen nicht überschritten und und...Es ist alles in Ordnung. Puh! Tobi und ich hätten uns zwar nie denken können, dass sie etwas übersehen hat - in der Tat war sie so genau und ordentlich - aber sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste. Als dann das Ordnungsamt weg war und wir noch (ewig?) mit ihr geredet und sie hier und dort nachschauen lassen haben, waren wir endlich fertig und ließen 250 Euro liegen und eine Anzahlung für die weitere Lieferung, die sie für uns gegen Nachmittag kommen ließ.
Sodann zogen wir durch Zehlendorf und Grunewald, erfreuten uns dort aber eher an den schönen Villen und aßen in einer Currywurst-Bude, wo man 100 Euro teuren Champagner zu trinken kann. Wir haben nur nichts davon getrunken, weil wir ja noch fahren mussten. ;)
Es folge also eine gäähnende Leere, aber die Freude auf später war riesig - was würde sie noch aus dem Lager kramen? Bevor wir dann letztendlich zu ihr gefahren sind, ließen wir uns in einer alten Drogerie in Charlottenburg blicken, die wir schon die letzten beiden Jahre heimgesucht haben. Auch dieses Jahr wurden wir dort fündig - und nich zu knapp! =)
Diesmal ließen wir es uns nicht nehmen, uns das Lager mal zeigen zu lassen. Es scheint jedoch, dass es nun wirklich der letzte Rest war. Egal - wir schauen nächstes Jahr wieder vorbei - wenn auch nur zum "Hallo" sagen! =)
Zurück zu unserer neuen Freundin erwartete uns ein herrlicher Anblick - was sie da nochmal rausgekramt hat! Und es ist noch mehr da...müssten wir am nächsten Tag nochmal vorbeischauen. Naja...haben wir dann nicht mehr gemacht :(
Es war ja dann schließlich Silvester und wir hatten anderes im Kopf...im Nachhinein sehr ärgerlich...aber so können wir sie auch in diesem Jahr frohen Herzens besuchen! :)
Wir ließen die Tour bei McDonalds und anschließender Foto-Session ausklingen und zogen später noch in die Nacht hinein...
Bezeichnet man die Silvesternacht als Höhepunkt, so ist der Verkauf jenes Vorspiel, dass die Freude maximiert.
Bei mir sah es früher so aus, dass ich Wochen vorher jeden Tag die Prospekte studierte und mir fiktive Einkaufslisten bastelte und am Tage vor Verkaufsbeginn an den Schaufensterscheiben klebte.
Ging es dann endlich los, war kein Halten mehr geboten - ich musste in die Läden stürmen und die Auslage der einzelnen Feuerwerkskörper hinter den Vitrinen betrachten.
Es war ein unglaubliches Gefühl...wenn man 360 Tage auf diese letzten Tage im Jahr wartet und nun endlich kann man sich der Freude hingeben. Nur...das war mal. Mittlerweile bekommt man das Feuerwerk lieblos im Discounter angeboten - von Ästhetik keine Spur. Sicherlich gibt es auch noch kleine Läden: Kioske, Schreibwarenläden und extra für Silvester geöffnete Läden. Solche haben Tobi und ich zu hunderte die letzten drei Jahre besucht. Aber auch dort ist trübsal angesagt - jeder hat Einheitsware ("immer der gleiche Müll") und das auch noch gepaart mit Inkompetenz. Was uns da teilweise versucht wurde weis zu machen grenzt nicht nur an Betrug, sondern ist einfach nur traurig. Wo sind die Läden hin, die das Vorspiel ausgemacht haben? Ganz verschwunden sind sie nicht. Weiter oben kann ich von 2 Läden berichten, wo wir schöne Funde gemacht haben. Aber das hat die letzten Jahre die angeschlagene Silvesterseele auch nicht geheilt. Deshalb versuchte ich dieses Jahr eine neue Behandlung: Selber eine Ladenverkauf veranstalten - da drängte sich der Ladenverkauf der Feuerwerksvitrine (Fotos gibt es dort!) gerade zu auf. So entschloss ich mich, am 29.12. dort zu arbeiten. Es sollte ein Tag werden, den ich nie vergessen werde - ich war dermaßen kaputt nach Feierabend und dennoch so glücklich in einem traditionellen Verkauf gearbeitet zu haben und dort einige begeisterte Silvesterzündler durch kompetente Beratung glücklich gemacht zu haben - hoffentlich ;)
Hier noch ein Video, dass die Feuerwerksvitrine angefertig hat. Ab 1:17 sieht man mich beim Verkauf *g*.
Da ich sehr viele Artikel von Weco verschieße und Weco seit Kind an Produkte herstellt, die Feuer in mir auslösen, war der 1. Tag der offenen Tür von Weco eine tolle Gelegenheit, mal einen richtigen Eindruck von der Feuerwerksproduktion in Deutschland zu erhalten.
Ich machte mich um ca. 12 Uhr auf von Bonn zu Weco in Eitorf. Dort kam ich auch, nach Schwierigkeiten mit dem Bus in Eitorf, um ca. 13.30 Uhr gut an. Schnell einige Eindrücke vom Gelände verschaffen, konnte ich auch gleich an einer Werksführung teilnehmen.
Das Fotografieren war leider nicht gestattet, sodass ich die Eindrücke in Worte fasse. Unser Werksführer arbeitet nun seit 40 Jahren bei Weco und konnte immer wieder aus seinen Erfahrungen berichten - was sehr interessant und amüsant war. Nun aber zur eindrucksvollen Werkstour.
Die Tour umfasste 7 Stationen:
1. Treiberherstellung (Treiberpresse) für Raketen
2. Sternherstellung
3. Raketenstrasse (Befüllung und Herstellung der Raketen)
4. Bühnenfeuerwerk
5. Wunderkerzenherstellung
6. Mischerei
7. Abbrennplatz (Testen)
Auf dem Weg zu unserer ersten Station ging es vorbei am Abbrennplatz und der von Raketenstäben- und hülsen übersäten Landschaft (von den vielen Tests). Außerdem sah ich gleich eine Testrakete aufsteigen - genial! Meine Freude wurde größer. Auf zur ersten Station...
1. Treiberherstellung (Treiberpresse) für Raketen
...hinein ging es in das gute Stübchen. Sofort nimmt man den Geruch von Schwarzpulver war - macht Hunger auf mehr!
Der Hunger wurde dann auch gestillt: die Demonstration der Treiberpresse (mit über einer Tonne wird das Schwarzpulver im Treiber gepresst!) war beeindruckend - ebenso wie die Sicherheitsvorkehrungen. Diese wurden so elegant umgesetzt, dass selbst menschliche "Schusseligkeit" keine Katastrophe auslöst.
Die Treiber sind alle mit einer Nummer versehen. So kann bei Fehlfunktion sofort rückverfolgt werden, welche Charge betroffen ist und entsprechend gehandelt werden (Nachkontrolle der Produktion, Rückruf...).
Sehr schön - weiter geht es zur Sternherstellung. "Leuchtkugeln nennen es die Leute - wir (Weco) sagen Sterne dazu.", sagte unser Werksführer.
2. Sternherstellung
In dem sehr kleinen Raum war zunächst keiner Anwesend. "Ja - ist er wohl nicht da...ach da kommt er ja!" Nunja - ich kannte den Vorgang, wie man Sterne herstellt, natürlich schon. Die Leute aber waren sichtlich beeindruckt, wie simpel eigentlich die Sterne hergestellt werden.
Demonstriert wurde dies natürlich live. Also: Rapssamen in die Rolltrommel - anfeuchten - beschichten mit Schwarzpulver usw. Unser Werksführer erklärte uns außerdem, dass dieses Verfahren noch gar nicht so alt ist. Bis in die 1960er wurden die Sterne als Würfelchen aus einem "Teig" per Hand geschnitten. Früher konnte mit diesem Verfahren 20-25kg Sterne pro Tag hergestellt werden. Mit dem eben beschriebenen Verfahren sind es 200-250kg pro Tag!
Weiter ging es zur
3. Raketenstrasse
Dies war die einzige Station, wo auch wirklich, das heißt nicht speziell für uns zu Demonstrationszwecken, produziert wurde. Unser Werksführer nahm sich auch hier kein Blatt vor den Mund und erzählte, dass Bombenraketen (deren Bömbchen er uns zeigte und welche aus China importiert werden) und Schüttraketen hergestellt werden.
Wir sahen nur die Produktion von Bombenraketen (und auch nur einfach und zweischlag). Überall lagen die Raketen rum...man konnte anfassen und staunen. Das war echt ein Paradies für den Raketenliebhaber. Soviele Raketen auf einmal habe ich noch nicht gesehen.
Am heutigen Tag wurden ausschließlich Raketen für Aldi Süd hergestellt. Ein Gast fragte, wieso da "Helios" (Marke von Aldi Süd) drauf steht und bekam vom Werksführer auch die richtige Erklärung. Er erklärte aber ehrlich, dass die Größe des Raketenkopfes nichts über die Wertigkeit aussagen muss, da aufgrund (selbst das erklärte er) der Luftfahrtbestimmungen nicht mehr als 20gr Satz in der Raketen sein darf. Leider differenzierte er nicht noch zwischen 10gr Treiber und 10gr Effektsatz - was aber wohl nur mir aufgefallen war. ;-)
Ich wollte zwar einwerfen, dass manche Größenunterschiede doch auch wegen Bömbchengröße (länge) bedingt sind - wollte aber nicht für unnötige Verwirrung sorgen. "Warum zahlt man denn dann mehr für große Raketen?", fragte ein Gast. "Naja - es wird ja für den größeren Kopf auch mehr Material verwendet ==> höhere Kosten", antwortete unser Werksführer. :-)
"Spaß beiseite - die Größe sagt nur nichts über die Effektmasse in der Rakete aus - wohl aber über die Qualität des Effektes", schob er schnell hinterher. Die Raketenherstellung war wirklich beeindruckend. Wie Mensch und Maschine hier arbeiten - genial! Hier wäre ich gerne länger geblieben...war so sehr fasziniert, dass ich nicht mitbekommen hab, dass die Gruppe schon weitergegangen ist und mich ein Mitarbeiter hinterher schickte.
"Wieviele Raketen werden denn pro Tag hergestellt", brüllte ich den Mann durch den Lärm der Maschinen an. "So 48000 pro Tag", antwortete er mir. O_o <== mein Gesichtsausdruck. Ich bin mir zu 99,99% sicher, dass ich richtig gehört habe.
Weiter ging es zum
4. Bühnenfeuerwerk
Hier war es weniger interessant. Die Damen zeigten schnell, wie der Bühnenblitz hergestellt wird und wie die Dinger verpackt werden. Unser Werksführer gab noch einen kleinen Exkurs zu den (elektrischen) Anzündern, inklusive dem historischen Streit, ob es denn Anzünder oder Zünder heißt, sowie den Unterschied zwischen A- und U-Zündern und die Probleme, die bei Verwechslung auftreten.
Interessanter wurde es wieder bei der
5. Wunderkerzenherstellung
Hier konnte uns der Herr die Entstehungsgeschichte von Weco ein wenig näher bringen, welche mit der Produktion von Wunderkerzen begann. EINE ganz spezielle Frage brannte mir schon immer - und vor allem jetzt - auf der Zunge. "Wo gehen die ganzen Wunderkerzen hin?" Ich habe mich immer gewundert, wer diese Millionen von Wunderkerzen denn verbraucht? Eine Antwort bekam ich leider auch hier nicht, denn unser Werksführer hat sich auch schon immer gewundert und kennt die Antwort bis heute nicht....schon ein richtiges Mysterium.
Er erzählte uns außerdem von früher, als Jugendliche versucht haben mit einem Besenstiel eine Riesenwunderkerze herzustellen, um quasi eine Riesenbukett zu haben. Das ist aber aufgrund der Bauart nicht möglich. Faszinierend war auch, dass Generationen von Ingenieuren keine Lösung für eine komplett maschinelle Produktion gefunden haben.
Dazu müsste die Maschine nach Gefühl und Intuition arbeiten können! Klingt verrückt, oder? Das hängt aber mit der schwankenden Konsistenz der Wunderkerzenmasse zusammen.
6. Mischerei
In der Mischerei wurde uns das Handwerk anhand der Herstellung von Theaterfeuer (rot) demonstriert. Das aber auch nur so halb, denn eine wirkliche Mischung fand aus Sicherheitsgründen nicht statt (hätten wir alle Atemmasken tragen müssen).
Das Video ist vom YouTube-User "Pyrotechniker" gedreht worden.
7. Abbrennplatz
Hier überließ uns der Werksführer den Qualitätsfachmännern, die auch die Sachen abbrannten. Der kleinen Einführung zu den gesetzlichen Bestimmungen folgte dann der Abbrand von Bühnenblitz und Bühnenfontäne, sowie ein Böller (und richtiger Erklärung des exponentiellen Zusammenhangs zwischen Dezibel, wahrgenommener Lautstärke und Pulvermenge). Sehr schön waren die Bombenraketen. Die Treiber hatten dieses Mal keine Schwächen und mir kommt es so vor, als ob sie noch heftiger geworden sind...jedenfalls war es beeindruckend zu sehen (da es ja hell war), wie der Kopf vom Leitstab weggesprengt wird, wo der Leitstab landet usw.
Ja...das war dann auch schon die Werksführung. Es war klasse! Ich bin dann erstmal zum zentralen Punkt des TdoT was essen gegangen. Dort konnte ich im Anschluss auch gleich die Infohalle besuchen, wo Weco eine beeindruckende Ausstellung aufgebaut hat.
Repräsentativ wurden Produkte ausgestellt...da begann schon das sabbern, weil man alle Produkte in die Hand nehmen konnte (auch die Neuheiten) und quasi für ein paar Sekunden dieses "Einkaufsgefühl" spüren. Waren aber alles Attrappen. Im Mittelpunkt standen die CBP-Bretter...sehen schon echt beeindruckend aus...muss ich ja zugeben. Auch den Leuten hat es gefallen (klar, sie kennen den Preis noch nicht :-D ). Angetan haben mich aber die neuen Riesensortimente (Raketen und Familiensortiemente) von Weco. Es scheint wieder Ästethik bei der Verpackung ins Spiel zu kommen!
Auch zeigte Weco uns die Kunst des Großfeuerwerkes und stellte Shells und Mörser, sowie komplette Einheiten (Mörserfächer) fertig verladen vor. Natürlich alles Dummies. Ich glaube, es war auch eine 400er dabei!
Das war es dann auch schon....es war wirklich genial!
Herzlichen Dank an Weco - war wirklich klasse! :-)
Viele Grüße,
Sascha.
www.feuerwerktempel.de
Nun endlich finde ich einige ruhige Minuten, um mit Silvester 2008/09 halbwegs abschließen zu können. Der folgende Bericht ist kein Report, sondern eine Herzenssache. Viel Spaß beim Miterleben!
Nachdem die letzten drei Jahreswechsel mit üppig Material begrüßt worden sind, reduzierten wir es dieses Jahr ein wenig. Zugegeben, es ist immer noch viel gewesen. Aber was soll man tun, wenn die Magie dieser Nacht über einen schwappt? Die Online-Bestellungen kamen alle rechtzeitig an, sodass die Vorbereitungen (das Verleiten usw.) früh abgeschlossen werden konnten. In den Discountern und kleinen Verkaufsläden konnten wir unser Sortiment wunderbar ergänzen. Die Verkaufstage sind nochmal so schön, wie die Nacht der Nächte selbst. Aber irgendwas betrübte uns. Es geht die Tradition verloren. Das war es. Über 90% der Läden bot das gleiche Sortiment an. Von Ästhetik keine Spur. Beratung erwartet man vergebens. Jeder versuchte durch Individualität zu glänzen: "Wir haben besonders ausgewähltes Feuerwerk." Das aber jeder in der Straße das gleiche Angebot hatte, wurde dem Verkäufer wohl erst später bewusst. Zum Glück stießen wir noch auf Läden in traditioneller Manier. Diese boten uns Schätzchen sondersgleichen. China-Böller aus den 80ern, limitierte Raketen aus den 90ern...natürlich alles ausgestellt in Vitrine oder Verkaufstresen.
Wir haben ca. 80 Läden besucht. In 2-3 von diesen wurden wir fündig und fühlten uns wohl. 10-15 weitere hatten zwar nur neuen Einheitskram, zumindest wurde dieser aber schön präsentiert und wir wurden nett behandelt. In den restlichen Läden herrschte Stille oder Kälte. Vielleicht lag es an unserem Erscheinungsbild, nachdem wir uns als verdeckte Ermittler auf der Suche nach Sündern glaubhaft hätten machen können. Viel eher war es aber die Inkompetenz und die einhergehende Gier nach dem schnellen Euro. "Guck: Böller, Raketen, Vielschussfeuerwerk! Ich habe keine Ahnung."
Es war wirklich deprimierend, auch wenn wir die Leute teilweise kräftig einkaufen gesehen haben.
Eine besondere Freude war ein kleiner Kiosk, welcher noch altes Jugendfeuerwerk in Displays hatte.
Die Läden der www.feuerwerksvitrine.de waren Balsam für den Feuerwerk-Enthusiasten. Fachberatung, Einzelverkauf, Tradition...ich glaube, dass die drei Wörter reichen, um zu beschreiben, wie man sich dort fühlt. Julius (Inhaber) ist auch jederzeit mit Herz dabei.
An den Abenden vor Silvester lag schon Schwarzpulver in der Luft. Man sah die ersten Raketen zischen. Erste Böller-Reste sammelten sich auf dem Gehweg.
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Als es denn nun endlich soweit war, beklemmte das Gefühl, dass es morgen wieder vorbei sein wird. Dass sich dieses Gefühl schon so früh einstellt, hatte ich noch nicht erlebt. Was solls. Nicht nachdenken, genießen! Den ganzen Tag über wird schon kräftig geknallt. Manchmal ist es auch verdächtig ruhig. Die Ruhe vorm Sturm... Nach Pfannkuchen, Tischbomben, Bleigießen und Co. ging es dann los. Erstmal genoß ich ein älteres Familien-Sortiment, welches früher von Aldi vertrieben wurde. Es war einfach nur schön, die in Deutschland gefertigten Raketen in den Himmel zu befördern.
Danach kamen noch ein paar Zinkis an den Start. Von denen hatten wir ja genug. Es war jetzt ca. 18 Uhr. Und es ging los. Das "Grollen der Stadt" ist einmalig. "Zzzzzzzzzisch" - und wieder steigt eine Rakete gen Himmel. Kinder vergnügen sich mit ihren Eltern an Vulkanen. Ein kleiner Junge erfreut sich mit seiner Oma an unserer "Quattro-Fontäne". Dabei habe ich mich gar nicht auf die Fontäne konzentriert, sondern nur das Kind beobachtet. Er war vielleicht 6 Jahre alt. Das Leuchten in den Augen entfachte Feuer in meinem Herzen. Ich möchte das Kind sein. Diesen Zauber kann man nur als Kind voll und ganz genießen. Nun gut - sentimental werden kann man später immer noch. Vor uns liegen noch über 300 Raketen, 100 Verbunde und eine Menge Kleinfeuerwerk.
Zum Glück ist die Kälte der letzten Tage nur noch abgeschwächt spürbar. Die ersten Batterien wurden geschossen und waren wieder mal beeindruckend. Unglaublich, wie sich der Feuerwerk-Markt in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Einige Familien haben sich auch schon draußen versammelt und zünden ebenfalls Batterien. In der Ferne kann man wieder einen goldenen Pfeil, der im wolkenlosen Himmel seinen Zenit sucht, erkennen. Raketen bleiben eben doch beeindruckender.
Hin und wieder summe ich "To France" oder "Moonlight Shadow" von Mike Oldfield vor mich hin. Diese Lieder nahm ich in meiner Kindheit anfang der 90er besonders zu Silvester wahr. So verbinde ich (nicht nur diese) Lieder mit meinen schönsten Erinnerungen.
Aber wir leben ja im Jetzt und jetzt ist es 20 Uhr Silvester 2008. Wir schießen eine Weco Tornado-Rakete und eine Royal SL -Rakete aus den 90ern. Es ist einfach toll. Die Stimmung auf den Straßen ist ausgelassen. Manchmal knallt es schon sehr heftig. Freude kommt auf.
Jetzt erst hat die Magie einen völlig erfasst. Fröhlich wird ein Überraschungsvulkan gezündet. "Wo kriegt man denn sowas her??", werden wir öfters gefragt. Solch spezielle Sachen bekommt man im Fachhandel (nicht mit den Einheitsbrei-"Fachhandel" verwechseln).
Zwischendurch wird es mal ein wenig ruhiger. Wir aber schießen weiter. Die entstandenen Produktvideos findet man wie immer auf unserem Kanal auf YouTube.
Der "Bunker" leert sich schleichend aber deutlich. Mit vollen Taschen ziehen wir zur Hauptstrasse (die Nonnendammallee) hin. Dort werden die Autofahrer auf der Straße mit Feuerwerk beglückt. Ich glaube, an Silvester möchte man gerne an roten Ampeln zum Halten kommen. Ich kenne auch welche, die fahren an Silvester extra mit dem Taxi, um das Treiben beobachten zu können.
Wir treffen auch Leutchen an, die unachtsam mit ihrem Feuerwerk umgehen. Aber das ist kein feuerwerkspezifisches Problem.
Nun schießen wir auch die vom Design her schönsten Raketen in Deutschland. Nämlich jene der Firma Pulverfischer. Die Rakete "Hexenthriller" bringt mich zum Jubeln. Solch ein Effekt ist einmalig (Goldregen mit silberner Ratterpatrone).
Ja, wie es nunmal so ist, zeigt die Uhr 23.45 Uhr an. Die Alarmglocken klingeln. Es ist jedes Jahr das Gleiche. Die letzten 15 Minuten gehen ruckzuck vorbei und schon wird um uns herum "Froh Neujahr" gerufen und die Kirchenglocken fangen an zu läuten. Dabei sind wir doch noch nicht fertig mit Gestelle raustragen... Um dies zu vermeiden, haben wir uns gut vorbereitet. Alles steht bereit. Noch 5 Minuten. Noch genug Zeit, um ein bischen mit Kanonenschläge und Co. Krach zu machen. Es wird lauter....es wird bunter...Hitze schießt durch den Körper. In wenigen Augenblicken ist es soweit.
10..9...8...7...6...5...ZIIISCH...Knallrakete fliegt...4.......3...........2.........1...BOOOOOOOOOUM!!
Es ist soweit. Die Stadt explodiert. Die Kirchenglocken läuten. Das Gefühl in diesem Moment ist unbeschreiblich. Völlig paralisiert umarme ich die Menschen um mich herum. Nun aber schnell! Unser "Aquila-Meter" soll den bösen Geistern den Rest geben! Wir werden nicht enttäuscht. Es ist ein Spektakel sondersgleichen. Verschwommen nehme ich den Rest des Geschehens war. Es geht Schlag auf Schlag weiter. Immer mehr Menschen kommen raus. Immer mehr zünden ihr Feuerwerk. Die Stadt brennt. Der Höhepunkt ist erreicht. Wie gut, dass wir uns die schönen Verbunde bis zum Schluss aufgehoben haben. Aber eine Panne musste ja noch sein. Bei den Fächern fällt uns *plötzlich* auf, dass diese gar nicht verleitet sind! Der Schreck lässt nach, da wir sie auch so zünden können. Im Vorfeld haben wir ja für gute Gasbrenner gesorgt, sodass eine synchrone Zündung gewährleistet werden konnte.
Auch wenn "Tanz der Vampire" von Weco ein alter Hut ist...die roten Blinker ("Blutmeer") sind immer wieder faszinierend. Vor allem im Rauch, der sich wie eine Glocke über die Stadt legt, entfalten diese ihre wahre Pracht. Es ist 1 Uhr. Die Stadt wird ruhiger. Es grollt aber immer noch. Salven werden noch immer in den Himmel geschossen. Noch ist hier lange nichts vorbei. Jetzt holen wir noch ein paar besondere Schmankerl hervor. "Monster King" heißt eines der *geilen* Teile. Gespenstige Heultöne durchdringen den monotonen Rumpel-Klang der Nacht.
Um 2 Uhr ist es fast vollbracht. Wir setzen uns erstmal zusammen und gönnen uns einen Johnnie Walker. Danach werden die letzten Raketensortimente mitgenommen und genossen. 200m weiter spielen ein paar Leute verrückt. Scheint fast Kriegszustand zu sein. Es wird kälter. Eisregen setzt ein. Wir gehen und sind auch soweit fertig. Ich stecke noch einen alten China-Knaller an und bin erstaunt über die Wirkung des kleinen Kraftpaketes...Eine Menge Polizei-Wagen fahren an uns vorbei. Hm...die letzte Rakete, die ich noch in der Hand habe, ist eine Zink Silberweide. Ein Traum. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Erinnerungen ruhen zu lassen.
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Aufstehen. Neujahrsspaziergang. Die Kamera wird auch dieses Mal mitgenommen. Letztes Jahr hat es zu diesem Zeitpunkt geschneit. Jetzt werden die Reste nur von ein wenig Reif und Eis bedeckt. Es ist kalt und ein "komisches Gefühl" vermengt sich mit meinem Innern. Wir begegnen Stätten, wo ordentlich die Luzie abging. Wir waren also nicht die einzigen Verrückten in jener Nacht. Wie beruhigend.
Nach einer kurzen Weile finde ich einen unbenutzten Vulkan. Der wird mitgenommen! Eine Erinnerung kommt hoch...aber die erzähl ich ein andermal ;-)
Ich hoffe, dass die Fotos in der Galerie einige Eindrücke hinterlassen.
Vielleicht habe ich das ein oder andere Detail vergessen. Einen Eindruck konnte ich (so hoffe ich) allemal vermitteln. =)
Ich werde noch ein Video anfertigen, um die Erlebnisse auch so präsentieren zu können. Veröffentlicht wird dieses dann auch an dieser Stelle.
Ich danke Alex, Tobi, Matthias und Chantal für das schöne Silvester, sowie Tobi (II) und Mo für den schönen Abend zuvor. Wir haben ein unvergessliches Silvester erlebt.
Fotos: Tobi, Sascha Agne
Euer Sascha.
www.feuerwerktempel.de
Das war es - das Abschiedsfeuerwerk vom 02. Oktober 2008. Viele neue Effektkombinationen begeisterten die Zuschauer - uns eingeschlossen. Unser Fotograf hielt die Effekte auf Fotos fest. Mit zwei weiteren Kameras wurde gefilmt. Noch wird der Film bearbeitet. Demnächst ist er hier zu downloaden oder auf YouTube auf unserem Kanal zu sehen.
Es klappte nicht alles wie gewollt. So wurde die Fische-Kombination nicht richtig verleitet (oder es lag am TapeMatch, welches wir erstmals verwendeten) und somit wurde aus einem großen Bild zwei kleinere. Auch nicht gezündet hat eine TdV, deren roten Blinker in den Goldpalmen der Golden Rain fehlten. Aber so schlimm war das nicht, da eine zweite TdV diesen Job übernommen hatte. Auch harkte eine Sonne, welches dem Holz einen schwarzen Touch verpasste. Auf dem einen Video sieht man, wie ich die Sonne noch rechtzeitig zum bewegen brachte. Das Filmen mit zwei Kameras war sehr wertvoll. Während die eine alles filmte (also meist oben bei den Höheneffekten), hielt die andere die Aktivitäten im unteren Bereich fest. Zur Fehleranalyse sind diese Aufnahmen Gold wert.
Es wurden viele Gestelle mit einfachsten Mitteln gebaut. Dabei spielte Kreativität eine der wichtigsten Rollen. Hier trumpfte vor allem Alex auf...So entstand u.a. unser "Teufels-Sonnenständer".
Vor Silvester werden wir noch ein paar Anleitungen zum Bau von Gestellen veröffentlichen.
Wir zündeten das Feuerwerk traditionell mit Zündlichtern. Dabei verwendeten wir zum Verleiten das erste Mal "TapeMatch" (oder auch "MatchTape"), welches quasi ein Klebeband mit Schwarzpulverseele ist. Der richtige Umgang muss gelernt sein. Auch beim Abbrand hat diese Methode so seine Tücken. Es klappte - bis auf die zwei oben genannten Ausnahmen - jedoch hervorragend. Das Wetter war klar und hielt sich bis auf ein wenig Wind, dezent im Hintergrund. Das Feuerwerk zündeten wir teilweise sequentiell (das heißt Bild -Pause - Bild), teilweise fließend. So konnten die beiden Abbrenner -Alex und ich- auch ein wenig vom Feuerwerk mitbekommen. Das nächste Mal wird elektrisch per Anlage gezündet. Das lässt auch wieder neue Effektkombinationen zu, die mir im Kopf rumschwirren...
Silvester 2010
Silvester 2009 Teil 3: Die Nacht der Nächte und der Silvestertourist
Silvester 2009 Teil 2: Raritätentour
Silvester 2009 Teil 1: Feuerwerksverkauf
Tag der offenen Tür 2009 bei Weco Feuerwerk
Silvester 2008
Feuerwerk am 02. Oktober 2008
So etwas hat es noch nicht gegeben. Erst im November verfasse ich den Bericht vom vergangenen Jahreswechsel. Das Studium raubt eben doch Zeit. Wenigstens sind seit ein paar Wochen der Trailer und der erste Teil des versprochenen Films online. Nach und nach kommen die Teile des Films online (noch in diesem Jahr!), wobei sie in unserem YouTube-Kanal oder auch hier zu finden sein werden. Allgemein verlief mein Silvester etwas chaotisch. Am 29.12. war ich bei der Feuerwerksvitrine im Hauptladen arbeiten. Es war richtig geil. Fernsehen war auch da.
Jedoch bedeutete dies auch 12 Stunden stehen und kaum was essen....aber der Knaller kommt erst noch. Zusammen mit Tobi bin ich am nächsten morgen um 6 Uhr nach Köln/Bonn geflogen, um dort auf Raritätenjagd zu gehen...man kann sich vorstellen, wieviel Spaß das Aufstehen gemacht hat, nach dem Tag im Ladenverkauf. Und dann die bittere Enttäuschung. Wir haben wirklich NICHTS gefunden. Etwas frustriert sind wir dann am Abend zurück nach Berlin geflogen, um noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Am 31.12. wurden dann noch die letzten Einkäufe erledigt und dann noch zum Obi den Helm kaufen und die Kamera justieren! Ohman...
Die Nacht der Nächte selber verlief "ordnungsgemäß" ab. Es war natürlich eine Besonderheit, dass fast immer die Kamera auf dem Kopf mitgefilmt hat, jedoch habe ich mich daran gewöhnt. Ich werde nun nicht so euphorisch die Worte schwingen, wie ich es die Jahre zuvor tat, da dieses Mal der Film für sich sprechen soll...ich freue mich selbstredend über jede Rückmeldung. :)
Euer Sascha
Nunja - wie befürchtet - waren Aldi und Lidl nahezu ausgebombt und ich konnte nur noch ein paar Batterien mitnehmen. Vom Einkauf zurück, erwartete mich auch schon Alex auf unsere Tour durch den weißen Schnee.
Dabei konnte ich auch schon ein paar Schnappschüsse machen. Und dann kam auch schon Tobi und sofort ging es richtig gut los. Raketen am Tage zu schießen ist immer wieder faszinierend!Um 16 Uhr hieß es dann, nochmal aufwärmen bis um sechs. Ich ließ es mir aber nicht nehmen, mit meiner kleinen Schwester um 17.30 Uhr schonmal zwei alte Famliensortimente zu zünden...da war es noch relativ ruhig und es war schön zu sehen, dass es sie fasziniert hat! =)
Dann trudelten Alex und Tobi ein und so machten wir erstmal richtig dampf! Und da war es wieder, dieses Gefühl: es rumpelt überall, hier und da blinkt es...traumhaft. Unser Tourist kam dann auch zum Zuge. Gemeinsam zogen wir um die Häuse und zündeten die schönsten Effekte - darunter auch die neue Zink Goldkäfer-Blinker Spezialfüllung. Für mich DIE Rakete überhaupt im Kl.II-Bereich. Die Diamond-Raketen brauchten sich aber auch nicht zu verstecken - sehr spezielle Effekte und vor allem seeeeeehr langstehend. Natürlich mussten auch einige Raritäten dran glauben...faszinierend auch die Geschosse der anderen...es wurden 100er-Shells und Zink-Kl-IV-Raketen geschossen. Wir kamen dann letztendlich auch zum berüchtigten Siemensdamm und erlebten dort - naja, eine Schlacht kann man es nicht nennen - aber es wurde massiv Vogelschreck geschossen. Es hat rerumpelt ohne Ende. Nunja - wir haben dann mit Heavy Metal für Blitz und Donner gesorgt, sowie auch für etwas außergewöhnliches: Monster King! Diese Batterie ist immer wieder, und zwar wirklich immer wieder, der Hammer!
Wir lebten die Nacht bis um 23 Uhr genüsslich aus und bereiteten dann das Mitternachsspektakel vor. Inzwischen war auch Tobis Freundin eingetroffen und versorgte uns mit leckeren Pfannkuchen. =) Sobald hievten wir die schweren Kisten in Richtung "Abbrenner" und ließen uns das warten mit schönen Effekten versüßen. Dann...kennt ihr das? Niemand weiß, wieviel Uhr es eigentlich ist! 7 vor 12? 5 vor 12?...es war auf jeden Fall nicht mehr lange hin, denn teilweise wurden schon dicke Kaliber geschossen und es knallt und knaaaallt.
Egal, wir stoßen jetzt einfach an! :) Dann läuteten auch schon die Glocken und es war Gewiss: die Erruption wird gleich erfolgen! Nach und nach zündeten wir die erlesene Ware - besonders faszinierend: Weco Orient Express und Line of Fire!! Es ließ sich aber auch nicht vermeiden, dass etwas umfällt und wir unter Beschuss einer Finalbatterie waren. Zum Glück nichts passiert.
Als sich dann solangsam die Kisten leerten, entdeckte ich noch eine Kiste vergraben unter den leeren anderen...da war ja noch die Premium-Ware!! =) Bombenrohre von Diamond, Weco...Verbunde aus dt. Produktion usw. Heureka! Und Tobi hatte ja auch noch seine Spezial-Kisten. Nachdem alle Kisten leer geschossen waren, ging es zurück....um Nachschub zu holen! :) Es sollte noch bis um 5 Uhr gehen.
Nach einem Aufwärmpunsch machte der Körper dann doch noch schlaff und wir genossen die letzten Minuten zusammen...
Schön, dass ihr (Alex, Tobi + Freundin, unser Tourist Matthias) dabei wart: es war das bisher geilste Silvester überhaupt! =)
Dieses Jahr setzen wir einen drauf, oder? Dann wird die Kamera auch wieder öfters zum Einsatz kommen - das Silvester wollte ich nicht nur durch die Linse sehen. ;)
Euer Sascha
Nach dem anstrengenden Vortag traf Tobi aufgrund der Wetterumstände mit einiger Verspätung bei mir ein und wir steuerten sofort gezielt unser erstes Ziel an. Der Tipp vom Vortag sollte sich auszahlen. Von außen sah der Laden schon so alt aus und wir sahen uralte Feuerwerkswerbung an den Glasscheiben hängen - hier sind wir goldrichtig!
In der Tür kam uns die Ladenbesitzerin entgegen - sie wollte gerade noch Werbung draußen aufhängen. Aber da waren wir schon halb drin - sie hinterher - und ein Blick hat gereicht - El Dorado!
Gleich rechts eine Auslage mit teilweise 25 Jahre altem Jugendfeuerwerk - da machte mein Herz Saldi! Noch besser der Blick gerade aus, direkt auf der Kasse standen demonstrativ zwei Leitwerkraketen aus den 80ern! Sofort griff ich mir sie und fragte sie noch scheinheilig ob sie denn gut sind - was sie bejahte und sofort anfing davon zu erzählen, wie toll da doch eigentlich sei und man so etwas nicht mehr bekommen würde. Wie recht sie doch hat! Nur - da war mir zum ersten Mal mulmig - will sie die doch nicht verkaufen? Es stellte sich heraus, dass sie sehr viel Ahnung hatte und vieeeeeeeeeeeel Redebedarf obendrein. Offenbar war das auch eine Dienstleistung von ihr, die man entgelten musste. Anders kann ich mir die horrende Preise fast nicht erklären. Eine Leitwerkrakete für 12 - ja es sind Euros! Sicherlich...als Sammlerstück ist das immer noch ein Wahnsinnsschnäppchen und dennoch war die Freude etwas gedämpft. Denn hinter den Vitrinen lagen Stücke, die traumhaft waren - aber eben auch derbe teuer.
Und als wir so richtig dabei waren alles zusammen zu tragen und - mittlerweile 45 Minuten - mit ihr über die gute alte Zeit zu quatschen, traf das Ordnungsamt ein. Nicht nur, dass ich eine Kontrolle noch nie mit erlebt habe, nein, es musste gerade jetzt passieren! Es lagen zuviel Stücke offen herum (was ja nicht erlaubt ist) - aber gut, wir waren ja gerade dabei, es zu kaufen und das ist ok. Im Vorderraum ist soweit auch alles klar...dann die Frage, ob denn noch was im Hinterraum gelagert wird. "Nein...ähm" "Nein? Können wir mal sehen?" FU*K! Hoffentlich hat sie die Lagergrenzen nicht überschritten und und...Es ist alles in Ordnung. Puh! Tobi und ich hätten uns zwar nie denken können, dass sie etwas übersehen hat - in der Tat war sie so genau und ordentlich - aber sie ist ja auch nicht mehr die Jüngste. Als dann das Ordnungsamt weg war und wir noch (ewig?) mit ihr geredet und sie hier und dort nachschauen lassen haben, waren wir endlich fertig und ließen 250 Euro liegen und eine Anzahlung für die weitere Lieferung, die sie für uns gegen Nachmittag kommen ließ.
Sodann zogen wir durch Zehlendorf und Grunewald, erfreuten uns dort aber eher an den schönen Villen und aßen in einer Currywurst-Bude, wo man 100 Euro teuren Champagner zu trinken kann. Wir haben nur nichts davon getrunken, weil wir ja noch fahren mussten. ;)
Es folge also eine gäähnende Leere, aber die Freude auf später war riesig - was würde sie noch aus dem Lager kramen? Bevor wir dann letztendlich zu ihr gefahren sind, ließen wir uns in einer alten Drogerie in Charlottenburg blicken, die wir schon die letzten beiden Jahre heimgesucht haben. Auch dieses Jahr wurden wir dort fündig - und nich zu knapp! =)
Diesmal ließen wir es uns nicht nehmen, uns das Lager mal zeigen zu lassen. Es scheint jedoch, dass es nun wirklich der letzte Rest war. Egal - wir schauen nächstes Jahr wieder vorbei - wenn auch nur zum "Hallo" sagen! =)
Zurück zu unserer neuen Freundin erwartete uns ein herrlicher Anblick - was sie da nochmal rausgekramt hat! Und es ist noch mehr da...müssten wir am nächsten Tag nochmal vorbeischauen. Naja...haben wir dann nicht mehr gemacht :(
Es war ja dann schließlich Silvester und wir hatten anderes im Kopf...im Nachhinein sehr ärgerlich...aber so können wir sie auch in diesem Jahr frohen Herzens besuchen! :)
Wir ließen die Tour bei McDonalds und anschließender Foto-Session ausklingen und zogen später noch in die Nacht hinein...
Bezeichnet man die Silvesternacht als Höhepunkt, so ist der Verkauf jenes Vorspiel, dass die Freude maximiert.
Bei mir sah es früher so aus, dass ich Wochen vorher jeden Tag die Prospekte studierte und mir fiktive Einkaufslisten bastelte und am Tage vor Verkaufsbeginn an den Schaufensterscheiben klebte.
Ging es dann endlich los, war kein Halten mehr geboten - ich musste in die Läden stürmen und die Auslage der einzelnen Feuerwerkskörper hinter den Vitrinen betrachten.Es war ein unglaubliches Gefühl...wenn man 360 Tage auf diese letzten Tage im Jahr wartet und nun endlich kann man sich der Freude hingeben. Nur...das war mal. Mittlerweile bekommt man das Feuerwerk lieblos im Discounter angeboten - von Ästhetik keine Spur. Sicherlich gibt es auch noch kleine Läden: Kioske, Schreibwarenläden und extra für Silvester geöffnete Läden. Solche haben Tobi und ich zu hunderte die letzten drei Jahre besucht. Aber auch dort ist trübsal angesagt - jeder hat Einheitsware ("immer der gleiche Müll") und das auch noch gepaart mit Inkompetenz. Was uns da teilweise versucht wurde weis zu machen grenzt nicht nur an Betrug, sondern ist einfach nur traurig. Wo sind die Läden hin, die das Vorspiel ausgemacht haben? Ganz verschwunden sind sie nicht. Weiter oben kann ich von 2 Läden berichten, wo wir schöne Funde gemacht haben. Aber das hat die letzten Jahre die angeschlagene Silvesterseele auch nicht geheilt. Deshalb versuchte ich dieses Jahr eine neue Behandlung: Selber eine Ladenverkauf veranstalten - da drängte sich der Ladenverkauf der Feuerwerksvitrine (Fotos gibt es dort!) gerade zu auf. So entschloss ich mich, am 29.12. dort zu arbeiten. Es sollte ein Tag werden, den ich nie vergessen werde - ich war dermaßen kaputt nach Feierabend und dennoch so glücklich in einem traditionellen Verkauf gearbeitet zu haben und dort einige begeisterte Silvesterzündler durch kompetente Beratung glücklich gemacht zu haben - hoffentlich ;)
Hier noch ein Video, dass die Feuerwerksvitrine angefertig hat. Ab 1:17 sieht man mich beim Verkauf *g*.
Da ich sehr viele Artikel von Weco verschieße und Weco seit Kind an Produkte herstellt, die Feuer in mir auslösen, war der 1. Tag der offenen Tür von Weco eine tolle Gelegenheit, mal einen richtigen Eindruck von der Feuerwerksproduktion in Deutschland zu erhalten.Ich machte mich um ca. 12 Uhr auf von Bonn zu Weco in Eitorf. Dort kam ich auch, nach Schwierigkeiten mit dem Bus in Eitorf, um ca. 13.30 Uhr gut an. Schnell einige Eindrücke vom Gelände verschaffen, konnte ich auch gleich an einer Werksführung teilnehmen.
Das Fotografieren war leider nicht gestattet, sodass ich die Eindrücke in Worte fasse. Unser Werksführer arbeitet nun seit 40 Jahren bei Weco und konnte immer wieder aus seinen Erfahrungen berichten - was sehr interessant und amüsant war. Nun aber zur eindrucksvollen Werkstour.
Die Tour umfasste 7 Stationen:
1. Treiberherstellung (Treiberpresse) für Raketen2. Sternherstellung
3. Raketenstrasse (Befüllung und Herstellung der Raketen)
4. Bühnenfeuerwerk
5. Wunderkerzenherstellung
6. Mischerei
7. Abbrennplatz (Testen)
Auf dem Weg zu unserer ersten Station ging es vorbei am Abbrennplatz und der von Raketenstäben- und hülsen übersäten Landschaft (von den vielen Tests). Außerdem sah ich gleich eine Testrakete aufsteigen - genial! Meine Freude wurde größer. Auf zur ersten Station...
1. Treiberherstellung (Treiberpresse) für Raketen
...hinein ging es in das gute Stübchen. Sofort nimmt man den Geruch von Schwarzpulver war - macht Hunger auf mehr!
Der Hunger wurde dann auch gestillt: die Demonstration der Treiberpresse (mit über einer Tonne wird das Schwarzpulver im Treiber gepresst!) war beeindruckend - ebenso wie die Sicherheitsvorkehrungen. Diese wurden so elegant umgesetzt, dass selbst menschliche "Schusseligkeit" keine Katastrophe auslöst.
Die Treiber sind alle mit einer Nummer versehen. So kann bei Fehlfunktion sofort rückverfolgt werden, welche Charge betroffen ist und entsprechend gehandelt werden (Nachkontrolle der Produktion, Rückruf...).
Sehr schön - weiter geht es zur Sternherstellung. "Leuchtkugeln nennen es die Leute - wir (Weco) sagen Sterne dazu.", sagte unser Werksführer.
2. Sternherstellung
In dem sehr kleinen Raum war zunächst keiner Anwesend. "Ja - ist er wohl nicht da...ach da kommt er ja!" Nunja - ich kannte den Vorgang, wie man Sterne herstellt, natürlich schon. Die Leute aber waren sichtlich beeindruckt, wie simpel eigentlich die Sterne hergestellt werden.
Demonstriert wurde dies natürlich live. Also: Rapssamen in die Rolltrommel - anfeuchten - beschichten mit Schwarzpulver usw. Unser Werksführer erklärte uns außerdem, dass dieses Verfahren noch gar nicht so alt ist. Bis in die 1960er wurden die Sterne als Würfelchen aus einem "Teig" per Hand geschnitten. Früher konnte mit diesem Verfahren 20-25kg Sterne pro Tag hergestellt werden. Mit dem eben beschriebenen Verfahren sind es 200-250kg pro Tag!
Weiter ging es zur
3. Raketenstrasse
Dies war die einzige Station, wo auch wirklich, das heißt nicht speziell für uns zu Demonstrationszwecken, produziert wurde. Unser Werksführer nahm sich auch hier kein Blatt vor den Mund und erzählte, dass Bombenraketen (deren Bömbchen er uns zeigte und welche aus China importiert werden) und Schüttraketen hergestellt werden.
Wir sahen nur die Produktion von Bombenraketen (und auch nur einfach und zweischlag). Überall lagen die Raketen rum...man konnte anfassen und staunen. Das war echt ein Paradies für den Raketenliebhaber. Soviele Raketen auf einmal habe ich noch nicht gesehen.
Am heutigen Tag wurden ausschließlich Raketen für Aldi Süd hergestellt. Ein Gast fragte, wieso da "Helios" (Marke von Aldi Süd) drauf steht und bekam vom Werksführer auch die richtige Erklärung. Er erklärte aber ehrlich, dass die Größe des Raketenkopfes nichts über die Wertigkeit aussagen muss, da aufgrund (selbst das erklärte er) der Luftfahrtbestimmungen nicht mehr als 20gr Satz in der Raketen sein darf. Leider differenzierte er nicht noch zwischen 10gr Treiber und 10gr Effektsatz - was aber wohl nur mir aufgefallen war. ;-)
Ich wollte zwar einwerfen, dass manche Größenunterschiede doch auch wegen Bömbchengröße (länge) bedingt sind - wollte aber nicht für unnötige Verwirrung sorgen. "Warum zahlt man denn dann mehr für große Raketen?", fragte ein Gast. "Naja - es wird ja für den größeren Kopf auch mehr Material verwendet ==> höhere Kosten", antwortete unser Werksführer. :-)
"Spaß beiseite - die Größe sagt nur nichts über die Effektmasse in der Rakete aus - wohl aber über die Qualität des Effektes", schob er schnell hinterher. Die Raketenherstellung war wirklich beeindruckend. Wie Mensch und Maschine hier arbeiten - genial! Hier wäre ich gerne länger geblieben...war so sehr fasziniert, dass ich nicht mitbekommen hab, dass die Gruppe schon weitergegangen ist und mich ein Mitarbeiter hinterher schickte.
"Wieviele Raketen werden denn pro Tag hergestellt", brüllte ich den Mann durch den Lärm der Maschinen an. "So 48000 pro Tag", antwortete er mir. O_o <== mein Gesichtsausdruck. Ich bin mir zu 99,99% sicher, dass ich richtig gehört habe.
Weiter ging es zum
4. Bühnenfeuerwerk
Hier war es weniger interessant. Die Damen zeigten schnell, wie der Bühnenblitz hergestellt wird und wie die Dinger verpackt werden. Unser Werksführer gab noch einen kleinen Exkurs zu den (elektrischen) Anzündern, inklusive dem historischen Streit, ob es denn Anzünder oder Zünder heißt, sowie den Unterschied zwischen A- und U-Zündern und die Probleme, die bei Verwechslung auftreten.
Interessanter wurde es wieder bei der
5. Wunderkerzenherstellung
Hier konnte uns der Herr die Entstehungsgeschichte von Weco ein wenig näher bringen, welche mit der Produktion von Wunderkerzen begann. EINE ganz spezielle Frage brannte mir schon immer - und vor allem jetzt - auf der Zunge. "Wo gehen die ganzen Wunderkerzen hin?" Ich habe mich immer gewundert, wer diese Millionen von Wunderkerzen denn verbraucht? Eine Antwort bekam ich leider auch hier nicht, denn unser Werksführer hat sich auch schon immer gewundert und kennt die Antwort bis heute nicht....schon ein richtiges Mysterium.
Er erzählte uns außerdem von früher, als Jugendliche versucht haben mit einem Besenstiel eine Riesenwunderkerze herzustellen, um quasi eine Riesenbukett zu haben. Das ist aber aufgrund der Bauart nicht möglich. Faszinierend war auch, dass Generationen von Ingenieuren keine Lösung für eine komplett maschinelle Produktion gefunden haben.
Dazu müsste die Maschine nach Gefühl und Intuition arbeiten können! Klingt verrückt, oder? Das hängt aber mit der schwankenden Konsistenz der Wunderkerzenmasse zusammen.
6. Mischerei
In der Mischerei wurde uns das Handwerk anhand der Herstellung von Theaterfeuer (rot) demonstriert. Das aber auch nur so halb, denn eine wirkliche Mischung fand aus Sicherheitsgründen nicht statt (hätten wir alle Atemmasken tragen müssen).
Das Video ist vom YouTube-User "Pyrotechniker" gedreht worden.
7. Abbrennplatz
Hier überließ uns der Werksführer den Qualitätsfachmännern, die auch die Sachen abbrannten. Der kleinen Einführung zu den gesetzlichen Bestimmungen folgte dann der Abbrand von Bühnenblitz und Bühnenfontäne, sowie ein Böller (und richtiger Erklärung des exponentiellen Zusammenhangs zwischen Dezibel, wahrgenommener Lautstärke und Pulvermenge). Sehr schön waren die Bombenraketen. Die Treiber hatten dieses Mal keine Schwächen und mir kommt es so vor, als ob sie noch heftiger geworden sind...jedenfalls war es beeindruckend zu sehen (da es ja hell war), wie der Kopf vom Leitstab weggesprengt wird, wo der Leitstab landet usw.
Ja...das war dann auch schon die Werksführung. Es war klasse! Ich bin dann erstmal zum zentralen Punkt des TdoT was essen gegangen. Dort konnte ich im Anschluss auch gleich die Infohalle besuchen, wo Weco eine beeindruckende Ausstellung aufgebaut hat.
Repräsentativ wurden Produkte ausgestellt...da begann schon das sabbern, weil man alle Produkte in die Hand nehmen konnte (auch die Neuheiten) und quasi für ein paar Sekunden dieses "Einkaufsgefühl" spüren. Waren aber alles Attrappen. Im Mittelpunkt standen die CBP-Bretter...sehen schon echt beeindruckend aus...muss ich ja zugeben. Auch den Leuten hat es gefallen (klar, sie kennen den Preis noch nicht :-D ). Angetan haben mich aber die neuen Riesensortimente (Raketen und Familiensortiemente) von Weco. Es scheint wieder Ästethik bei der Verpackung ins Spiel zu kommen!
Auch zeigte Weco uns die Kunst des Großfeuerwerkes und stellte Shells und Mörser, sowie komplette Einheiten (Mörserfächer) fertig verladen vor. Natürlich alles Dummies. Ich glaube, es war auch eine 400er dabei!
Das war es dann auch schon....es war wirklich genial!
Herzlichen Dank an Weco - war wirklich klasse! :-)
Viele Grüße,
Sascha.
www.feuerwerktempel.de
Nachdem die letzten drei Jahreswechsel mit üppig Material begrüßt worden sind, reduzierten wir es dieses Jahr ein wenig. Zugegeben, es ist immer noch viel gewesen. Aber was soll man tun, wenn die Magie dieser Nacht über einen schwappt? Die Online-Bestellungen kamen alle rechtzeitig an, sodass die Vorbereitungen (das Verleiten usw.) früh abgeschlossen werden konnten. In den Discountern und kleinen Verkaufsläden konnten wir unser Sortiment wunderbar ergänzen. Die Verkaufstage sind nochmal so schön, wie die Nacht der Nächte selbst. Aber irgendwas betrübte uns. Es geht die Tradition verloren. Das war es. Über 90% der Läden bot das gleiche Sortiment an. Von Ästhetik keine Spur. Beratung erwartet man vergebens. Jeder versuchte durch Individualität zu glänzen: "Wir haben besonders ausgewähltes Feuerwerk." Das aber jeder in der Straße das gleiche Angebot hatte, wurde dem Verkäufer wohl erst später bewusst. Zum Glück stießen wir noch auf Läden in traditioneller Manier. Diese boten uns Schätzchen sondersgleichen. China-Böller aus den 80ern, limitierte Raketen aus den 90ern...natürlich alles ausgestellt in Vitrine oder Verkaufstresen.
Wir haben ca. 80 Läden besucht. In 2-3 von diesen wurden wir fündig und fühlten uns wohl. 10-15 weitere hatten zwar nur neuen Einheitskram, zumindest wurde dieser aber schön präsentiert und wir wurden nett behandelt. In den restlichen Läden herrschte Stille oder Kälte. Vielleicht lag es an unserem Erscheinungsbild, nachdem wir uns als verdeckte Ermittler auf der Suche nach Sündern glaubhaft hätten machen können. Viel eher war es aber die Inkompetenz und die einhergehende Gier nach dem schnellen Euro. "Guck: Böller, Raketen, Vielschussfeuerwerk! Ich habe keine Ahnung."
Es war wirklich deprimierend, auch wenn wir die Leute teilweise kräftig einkaufen gesehen haben.
Eine besondere Freude war ein kleiner Kiosk, welcher noch altes Jugendfeuerwerk in Displays hatte.
Die Läden der www.feuerwerksvitrine.de waren Balsam für den Feuerwerk-Enthusiasten. Fachberatung, Einzelverkauf, Tradition...ich glaube, dass die drei Wörter reichen, um zu beschreiben, wie man sich dort fühlt. Julius (Inhaber) ist auch jederzeit mit Herz dabei.An den Abenden vor Silvester lag schon Schwarzpulver in der Luft. Man sah die ersten Raketen zischen. Erste Böller-Reste sammelten sich auf dem Gehweg.
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Als es denn nun endlich soweit war, beklemmte das Gefühl, dass es morgen wieder vorbei sein wird. Dass sich dieses Gefühl schon so früh einstellt, hatte ich noch nicht erlebt. Was solls. Nicht nachdenken, genießen! Den ganzen Tag über wird schon kräftig geknallt. Manchmal ist es auch verdächtig ruhig. Die Ruhe vorm Sturm... Nach Pfannkuchen, Tischbomben, Bleigießen und Co. ging es dann los. Erstmal genoß ich ein älteres Familien-Sortiment, welches früher von Aldi vertrieben wurde. Es war einfach nur schön, die in Deutschland gefertigten Raketen in den Himmel zu befördern.
Danach kamen noch ein paar Zinkis an den Start. Von denen hatten wir ja genug. Es war jetzt ca. 18 Uhr. Und es ging los. Das "Grollen der Stadt" ist einmalig. "Zzzzzzzzzisch" - und wieder steigt eine Rakete gen Himmel. Kinder vergnügen sich mit ihren Eltern an Vulkanen. Ein kleiner Junge erfreut sich mit seiner Oma an unserer "Quattro-Fontäne". Dabei habe ich mich gar nicht auf die Fontäne konzentriert, sondern nur das Kind beobachtet. Er war vielleicht 6 Jahre alt. Das Leuchten in den Augen entfachte Feuer in meinem Herzen. Ich möchte das Kind sein. Diesen Zauber kann man nur als Kind voll und ganz genießen. Nun gut - sentimental werden kann man später immer noch. Vor uns liegen noch über 300 Raketen, 100 Verbunde und eine Menge Kleinfeuerwerk.
Zum Glück ist die Kälte der letzten Tage nur noch abgeschwächt spürbar. Die ersten Batterien wurden geschossen und waren wieder mal beeindruckend. Unglaublich, wie sich der Feuerwerk-Markt in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Einige Familien haben sich auch schon draußen versammelt und zünden ebenfalls Batterien. In der Ferne kann man wieder einen goldenen Pfeil, der im wolkenlosen Himmel seinen Zenit sucht, erkennen. Raketen bleiben eben doch beeindruckender.
Hin und wieder summe ich "To France" oder "Moonlight Shadow" von Mike Oldfield vor mich hin. Diese Lieder nahm ich in meiner Kindheit anfang der 90er besonders zu Silvester wahr. So verbinde ich (nicht nur diese) Lieder mit meinen schönsten Erinnerungen.
Aber wir leben ja im Jetzt und jetzt ist es 20 Uhr Silvester 2008. Wir schießen eine Weco Tornado-Rakete und eine Royal SL -Rakete aus den 90ern. Es ist einfach toll. Die Stimmung auf den Straßen ist ausgelassen. Manchmal knallt es schon sehr heftig. Freude kommt auf. Ja, wie es nunmal so ist, zeigt die Uhr 23.45 Uhr an. Die Alarmglocken klingeln. Es ist jedes Jahr das Gleiche. Die letzten 15 Minuten gehen ruckzuck vorbei und schon wird um uns herum "Froh Neujahr" gerufen und die Kirchenglocken fangen an zu läuten. Dabei sind wir doch noch nicht fertig mit Gestelle raustragen... Um dies zu vermeiden, haben wir uns gut vorbereitet. Alles steht bereit. Noch 5 Minuten. Noch genug Zeit, um ein bischen mit Kanonenschläge und Co. Krach zu machen. Es wird lauter....es wird bunter...Hitze schießt durch den Körper. In wenigen Augenblicken ist es soweit.
10..9...8...7...6...5...ZIIISCH...Knallrakete fliegt...4.......3...........2.........1...BOOOOOOOOOUM!!
Es ist soweit. Die Stadt explodiert. Die Kirchenglocken läuten. Das Gefühl in diesem Moment ist unbeschreiblich. Völlig paralisiert umarme ich die Menschen um mich herum. Nun aber schnell! Unser "Aquila-Meter" soll den bösen Geistern den Rest geben! Wir werden nicht enttäuscht. Es ist ein Spektakel sondersgleichen. Verschwommen nehme ich den Rest des Geschehens war. Es geht Schlag auf Schlag weiter. Immer mehr Menschen kommen raus. Immer mehr zünden ihr Feuerwerk. Die Stadt brennt. Der Höhepunkt ist erreicht. Wie gut, dass wir uns die schönen Verbunde bis zum Schluss aufgehoben haben. Aber eine Panne musste ja noch sein. Bei den Fächern fällt uns *plötzlich* auf, dass diese gar nicht verleitet sind! Der Schreck lässt nach, da wir sie auch so zünden können. Im Vorfeld haben wir ja für gute Gasbrenner gesorgt, sodass eine synchrone Zündung gewährleistet werden konnte.
Auch wenn "Tanz der Vampire" von Weco ein alter Hut ist...die roten Blinker ("Blutmeer") sind immer wieder faszinierend. Vor allem im Rauch, der sich wie eine Glocke über die Stadt legt, entfalten diese ihre wahre Pracht. Es ist 1 Uhr. Die Stadt wird ruhiger. Es grollt aber immer noch. Salven werden noch immer in den Himmel geschossen. Noch ist hier lange nichts vorbei. Jetzt holen wir noch ein paar besondere Schmankerl hervor. "Monster King" heißt eines der *geilen* Teile. Gespenstige Heultöne durchdringen den monotonen Rumpel-Klang der Nacht.
Um 2 Uhr ist es fast vollbracht. Wir setzen uns erstmal zusammen und gönnen uns einen Johnnie Walker. Danach werden die letzten Raketensortimente mitgenommen und genossen. 200m weiter spielen ein paar Leute verrückt. Scheint fast Kriegszustand zu sein. Es wird kälter. Eisregen setzt ein. Wir gehen und sind auch soweit fertig. Ich stecke noch einen alten China-Knaller an und bin erstaunt über die Wirkung des kleinen Kraftpaketes...Eine Menge Polizei-Wagen fahren an uns vorbei. Hm...die letzte Rakete, die ich noch in der Hand habe, ist eine Zink Silberweide. Ein Traum. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die Erinnerungen ruhen zu lassen.
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Vielleicht habe ich das ein oder andere Detail vergessen. Einen Eindruck konnte ich (so hoffe ich) allemal vermitteln. =)
Ich werde noch ein Video anfertigen, um die Erlebnisse auch so präsentieren zu können. Veröffentlicht wird dieses dann auch an dieser Stelle.
Ich danke Alex, Tobi, Matthias und Chantal für das schöne Silvester, sowie Tobi (II) und Mo für den schönen Abend zuvor. Wir haben ein unvergessliches Silvester erlebt.
Fotos: Tobi, Sascha Agne
Euer Sascha.
www.feuerwerktempel.de
Das war es - das Abschiedsfeuerwerk vom 02. Oktober 2008. Viele neue Effektkombinationen begeisterten die Zuschauer - uns eingeschlossen. Unser Fotograf hielt die Effekte auf Fotos fest. Mit zwei weiteren Kameras wurde gefilmt. Noch wird der Film bearbeitet. Demnächst ist er hier zu downloaden oder auf YouTube auf unserem Kanal zu sehen.Es klappte nicht alles wie gewollt. So wurde die Fische-Kombination nicht richtig verleitet (oder es lag am TapeMatch, welches wir erstmals verwendeten) und somit wurde aus einem großen Bild zwei kleinere. Auch nicht gezündet hat eine TdV, deren roten Blinker in den Goldpalmen der Golden Rain fehlten. Aber so schlimm war das nicht, da eine zweite TdV diesen Job übernommen hatte. Auch harkte eine Sonne, welches dem Holz einen schwarzen Touch verpasste. Auf dem einen Video sieht man, wie ich die Sonne noch rechtzeitig zum bewegen brachte. Das Filmen mit zwei Kameras war sehr wertvoll. Während die eine alles filmte (also meist oben bei den Höheneffekten), hielt die andere die Aktivitäten im unteren Bereich fest. Zur Fehleranalyse sind diese Aufnahmen Gold wert.
Es wurden viele Gestelle mit einfachsten Mitteln gebaut. Dabei spielte Kreativität eine der wichtigsten Rollen. Hier trumpfte vor allem Alex auf...So entstand u.a. unser "Teufels-Sonnenständer".Vor Silvester werden wir noch ein paar Anleitungen zum Bau von Gestellen veröffentlichen.
Wir zündeten das Feuerwerk traditionell mit Zündlichtern. Dabei verwendeten wir zum Verleiten das erste Mal "TapeMatch" (oder auch "MatchTape"), welches quasi ein Klebeband mit Schwarzpulverseele ist. Der richtige Umgang muss gelernt sein. Auch beim Abbrand hat diese Methode so seine Tücken. Es klappte - bis auf die zwei oben genannten Ausnahmen - jedoch hervorragend. Das Wetter war klar und hielt sich bis auf ein wenig Wind, dezent im Hintergrund. Das Feuerwerk zündeten wir teilweise sequentiell (das heißt Bild -Pause - Bild), teilweise fließend. So konnten die beiden Abbrenner -Alex und ich- auch ein wenig vom Feuerwerk mitbekommen. Das nächste Mal wird elektrisch per Anlage gezündet. Das lässt auch wieder neue Effektkombinationen zu, die mir im Kopf rumschwirren...
In der Galerie findest du eine ausführliche Fotodokumentation des Feuerwerkes. Mit Effektfotos, sowie Fotos vom Auf- und Abbau!.
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Hier noch das erste Video!
Fotos: Tobias III
Beste Grüße und viel Spaß wünscht euch,
Sascha Agne
www.Feuerwerktempel.de